oder auch Selbstentfaltungskompetenz haben Menschen, die ihr Bestes (ihr Engagement, ihre besonderen Fähigkeiten, ihre Kreativität, …) geben können, weil sie das grundlegende Wesen von Natur und Mensch verstanden haben und sich ihrer Einzigartigkeit bewußt sind. Sie können im Rahmen ihrer Lebensaufgabe ihren besonders wertvollen, weil einzigartigen Beitrag zum Erreichen des jeweiligen, gemeinsamen Ziels leisten.

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Wie kann ich es schaffen, daß ich die Aussagen der anderen nicht zu persönlich nehme?

 

Wenn dir jemand etwas sagt, was du als Beleidigung auffasst, dann ist es erst einmal dein Problem.

Du fühlst dich beleidigt. Du fühlst dich getroffen, weil jemand einen Farbklecks auf dein Selbstbild spritzt.

Deine Lebenserfahrungen und wie konstruktiv du diese zu wertvollen Lebenserkenntnissen verarbeitet hast und dein Bild über dich selbst, bestimmen letztendlich, was dich beleidigt und was nicht.

Der andere spricht mit seinen Erfahrungen und Erkenntnissen, er verhält sich seinem Charakter gemäß und das tut er nicht nur dir gegenüber.

Wer keine entsprechenden Ängste und sich selbst begrenzende Glaubenssätze in sich verankert hat, nimmt die Aussagen des anderen nur zur Kenntnis.

Wer aber von entsprechenden Ängsten und Glaubenssätzen begrenzt wird, der wird sich mehr oder weniger stark beleidigt und angegriffen fühlen.

Deshalb bestimmst du ganz alleine, wie du auf die Aussagen des anderen reagierst.

Du bestimmst ob du die Aussagen des anderen als Beleidigung auffasst und ihn abwertest oder ob du mit ihm zusammen eine konstruktive Kritik erarbeitest, die dich im Leben weiterbringt!

Wer also versucht, den anderen als LehrerIn zu sehen, der ihn jetzt mehr oder weniger unbewusst auf etwas aufmerksam macht und der es schafft, daß er sich weiterentwickeln kann, beispielsweise indem er Ängste und Glaubenssätze erkennt, die ihn begrenzen, der hat doch schon eine Menge geschafft.

Wir sind doch alle mal LehrerIn und mal SchülerIn!

Natürlich ist diese Sichtweise erst einmal ungewohnt und deshalb schwer zu verstehen und ich schaffe es auch nicht immer, bestimmte Dinge nicht persönlich zu nehmen, aber zumindest schaffe ich es immer öfter – das zeigt mir dass ich auf dem richtigen Weg bin 🙂

 

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Wie erlebe ich den Gruppenzwang in unserer Gesellschaft?

Martin Glogger - dem Gemeinwohl dienendes Engagement

 

die Vorgeschichte

Ich setze mich aktiv für eine langfristige und ganzheitliche Lösung unserer gesellschaftlichen Probleme ein. Wenn es uns gelingt diese Lösung zu realisieren, dann ist das gut für mein eigenes Wohl und auch für das Gemeinwohl.

aus meinem tabellarischen Lebenslauf – Download:
https://entfalten.lifeentrepreneur.academy/files/2015/12/lebenslauf-martin-glogger.pdf  


 

Im Wesentlichen geht es bei meiner Lösung darum, daß wir uns eine Lebensumgebung schaffen, wo jeder seine Neigungen und Fähigkeiten bestmöglich zum Wohle aller entfalten kann und wo wir uns aktiv mit der eigenen Stimme an den politischen Entscheidungen beteiligen können.

Eine Demokratie also, wo unsere Ideen, Lösungen, Erfahrungen und Erkenntnisse auch wirklich gefragt sind.

Die Lösung ist aber nicht ganz einfach und erfordert den Mut und vor allem die Tatkraft zum Umdenken. Dazu müssen natürlich auch die eigenen Werte und Gewohnheiten hinterfragt werden.

Ich könnte nicht behaupten, daß sich viele um meine Lösung reißen – bis jetzt zumindest. 

Viele können auf den ersten Blick keinen kurzfristigen Eigennutzen für sich erkennen und ignorieren die Lösung einfach. Andere erkennen, daß diese Lösung sehr viel von ihnen verlangt, weil sie ihre Werte und Gewohnheiten kritisch hinterfragen müssen. Das kommt für einen bestimmten Menschentyp gar nicht in Frage. Sie ignorieren die Lösung oder verhindern aktiv mögliche Geschäftstätigkeiten.
Natürlich gibt es auch genügend Leute, denen ich mit meiner Lösung ihre Ziele möglichst einfach und gut von den anderen zu leben, verbauen würde. Auch diese Leute sind nicht daran interessiert, daß die Lösung bekannter wird. 

Ich muss zugeben, daß es nicht einfach ist damit umzugehen, daß es viele Leute gibt, die meine Leistung nicht anerkennen, obwohl das was ich geleistet habe und noch leisten werde, ihnen und vor allem ihren Kindern langfristig von
großem Nutzen sein wird.

Meine große Leistung besteht zwar nicht darin, meine Pflicht bestmöglich zu erfüllen, damit ich meine Rechnungen bezahlen kann, aber meine große Leistung besteht darin, daß ich mich aus mir selbst heraus, also ohne jeden Zwang von außen, für die Verbesserung unserer Lebensumgebung (= Gesellschaft) einsetze.

Ganz besonders viel Zeit und Energie brauchte ich um die zur Realisierung meiner Vision notwendigen Lösungen und Konzepte zu formulieren.

Jetzt muß ich sehr viel leisten um mich für das als richtig Erkannte einzusetzen.

Einerseits muss ich mich mit der Gleichgültigkeit, der Ablehnung, dem Neid und dem Hass meiner Mitmenschen auseinandersetzen.

Praktische Beispiele:

Es gibt öfter anstrengende Auseinandersetzungen mit meiner Frau, die das herrschende System in vielen Punkten ok findet.

Ich verliere potentielle Kunden, die mit Hilfe von Google bzw. über meine Website erfahren, daß ich unser gegenwärtiges System kritisiere und eine alternative Lösung anbiete.

Es gibt (kranke) Zeitgenossen, die offensichtlich Feindbilder brauchen. Denen komme ich als Querdenker gerade recht. Nicht zuletzt können diese kranken Typen schnell Gleichgesinnte finden, die ebenfalls auf der Suche nach Feinden sind.

Manche Eltern und Lehrkräfte grüßen mich nicht, weil sie wissen, daß ich die staatlichen Schulen kritisiere. 

Einige Väter aus unserem Wohnort wissen, daß ich viel mit meinem Sohn mache und daß ich mich für die Schule und seine Erziehung interessiere. Da sie das aus welchen Gründen auch immer nicht wollen und/oder nicht können, hegen sie einen Groll gegen mich.

Andererseits kann ich so meine Talente, Leidenschaften, Werte und meine Kreativität voll ausleben und finde so sehr viel Sinn, Freude und Wohlgefühle in meiner Aufgabe.

Letzteres überwiegt die Unbequemlichkeiten und Strapazen bei weitem. Nicht zuletzt deshalb, weil ich ja für diese Aufgabe gut ausgestattet wurde und mit den Herausforderungen mitwachse. Es wird mit der Zeit leichter!

Und ich gebe die Hoffnung nicht auf, daß die große Masse durch die hochentwickelten Maschinen jetzt dazu gezwungen wird, selbst zu schaffen, selbst kreativ zu werden. Durch die Einsichten, die sie dadurch gewinnen, werden sie auch ihre Werte und Gewohnheiten entsprechend ändern. Sie werden dann viel toleranter gegenüber den anderen Vorstellungen ihrer Mitmenschen werden, als sie es heute sind.

Für viele Menschen wäre diese Ignoranz und die Ablehnung der anderen, als Reaktion darauf, daß sie ihrem Herzen folgen und es gut mit ihren Mitmenschen meinen auf Dauer unerträglich.

Sie würden sich dem Zwang der Gruppe beugen und einfach aufgeben und resignieren!

Nicht selten kommt es sogar vor, daß die Edlen, die Ausgezeichneten, die Erlesenen, die sich in ihrer ganz eigenen Weise im Sinne des Gemeinwohls einsetzen, von den sogenannt Normalen, in vielfältiger Weise angegriffen und attackiert werden.

Diese selbstgerechten Menschen, sind nicht mal in der Lage zu verstehen, was sie da anrichten.

Viele dieser edlen, ausgezeichneten und erlesenen Menschen verlieren nämlich durch diese Attacken den Glauben an sich und werden so zu Menschen, denen alles vollkommen egal ist.

Ich mache aber weiter, weil ich folgende Schlüsse aus diesem Verhalten ziehe:

Diejenigen, die meine Lösung ignorieren, erkennen also noch keinen Nutzen. Da muss ich die Zeit mit ihren Ereignissen für mich arbeiten lassen. 

Diejenigen aber die mich bekämpfen, zwingen mich dazu, mir Verteidigungsstrategien zu überlegen und zwar solche, die mich möglichst wenig Zeit und Energie kosten, so daß ich dieses wertvolle Gut in die Realisierung meiner Lösung stecken kann.

Ich versuche deshalb so gut es geht, das Ganze nicht persönlich zu nehmen. Ich folge einfach meinem inneres Gefühl, daß mir sagt ob es gut ist, was ich tue oder nicht!

Ich messe meinen Erfolg vor allem darin, wie oft es mir gelingt, daß ich ich morgens energiegeladen aufstehe und abends mit einem guten Gefühl ins Bett gehe. 

Ich denke langfristig und mein Handeln ist auch darauf ausgerichtet. Für manche Ziele muss man eben lange säen und die Saat sehr lange gießen, bis man ernten kann. 

Nicht zuletzt kann ich auch von den Erfahrungen der anderen profitieren. Es gibt so viele praktische Beispiele von Menschen, die auch ihren Weg gegangen sind und am Ende erreicht haben, was sie sich vorgenommen haben.

Viele von euch werden persönliche Beispiele solcher Menschen kennen. Menschen die Unternehmen aufgebaut, Vereine gegründet oder wichtige Initiativen vor Ort gestartet haben.

Ein praktisches und weltbekanntes Beispiel gibt Henry Dunant (geboren 8. Mai 1828 in Genf), der wie viele Millionen seiner Mitmenschen auch, das große Leid auf den vielen Schlachtfeldern sah, sich aber im Gegensatz zu seinen wegschauenden Mitmenschen, ganz aus sich selbst heraus eine Lösung überlegte, um dieses Leid zu lindern. Durch seinen Mut und seine Tatkraft, die er über viele Jahrzehnte entschlossen und beharrlich in seine Lösung investierte, entstand im Laufe vieler Jahrzehnte, daß was wir heute als "Rotes Kreuz" kennen.

Ein weiteres weltbekanntes Beispiel liefert Mahatma Gandhi (geboren 2. Oktober 1869 in Porbandar, Gujarat), der den Kampf um die Unabhängigkeit Indiens vom britischen Empire, angeführt hat. Dieser Kampf dauerte übrigens 32 Jahre, also von 1915 bis 1947. Gandhi sucht dabei nach Wegen (nicht nach Einwänden), um die britischen Unterdrücker auf friedlichem aber sehr wirksamem Wege in der Weise zu provozieren, daß sie ihre Herrschaft über das indische Volk aufgeben.

Eine dieser Provokationen war folgende. Das Wichtigste für das Überleben der Inder war das Wasser und das Salz, in diesem Bereich konnte er also wirksam provozieren. Er organisierte mit den anderen Führern, mit denen er in Verbindung stand, eine Bewegung im Rahmen derer die Inder selbst Salz herstellten und damit unabhängiger von den Briten wurden. Sie entnahmen es dem Meer und verteilten es von dort ins Landesinnere. Als die Briten davon hörten, ließen sie Hunderttausende von Indern festnehmen und auch alle bekannten Führer bis auf Ghandi selbst, denn sie wollten auf keinen Fall einen Martyrer aus ihm machen.

Das Faszinierende an dieser Bewegung war, daß auch als die Führer und Hunderttausende Inder verhaftet worden waren, die Bewegung völlig unbeeindruckt weiterging. Der Grund das diese Bewegung einfach weiterlief, war, daß sie tief im Herzen der Menschen angekommen war. Das gemeinsame Ziel sich von den britischen Kolonialherren unabhängig zu machen hatte die Herzen aller mutigen und tatkräftigen Inder verbunden und alles was sie diesem Ziel näherbrachte, machte jeder aus sich selbst heraus. Es ging zwar immer noch um den Eigennutz, aber nicht für die persönliche Vermehrung von Geld und Besitz, sondern darum alles für die Unabhängigkeit Indiens vom britischen Empire zu geben und so auch als Einzelner mehr Freiheit zu erlangen.

Eine sehr wichtige Bewegung, die auch die Änderung alter Werte und Gewohnheiten im Sinn hatte, war die Aufklärung (17., vor allem 18. Jahrhundert). Diese wendete sich gegen Aberglauben, Vorurteile und Autoritätsdenken und damit auch gegen die damalige Feudalgesellschaft und hat den weiteren Fortschritt der Menschheit entscheidend beeinflußt; Der wichtigste Wahlspruch der Aufklärung war und ist: "Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen ".

Diese Erfinder und Vordenker sind ihren Weg trotz zahlreicher Widerstände und teilweise offenen Angriffen von ihren Mitmenschen gegangen. Sie haben sich weder durch die Ignoranz, noch durch den Hass und den Neid der anderen, von ihrem Weg abbringen lassen!

Nur weil diese Helden ihren Weg gegangen sind, sind wir heute da, wo wir sind – vor den Toren einer Informationsgesellschaft.

Offensichtlich sind Menschen, die ihrem ureigenen Sinn folgen und die anders denken als die grosse Masse bei vielen ihrer Mitmenschen nicht sehr beliebt. 

Man bewundert sie, aber möchte keinesfalls näher mit ihnen zu tun haben!

Sie werden als Fremdkörper empfunden, als Störenfried für die auf Illusionen und Selbstlügen aufbauende, herrschende Meinung. 

Für die Ideen und Gedanken dieser Menschen bräuchte es offene Geister und vor allem Menschen, die langfristig denken und auch am Gemeinwohl interessiert sind. Menschen, die eine große Sache über ihren Ego stellen können. Noch gibt es wenige dieser neuen Eliten, doch mit dem stattfindenden Bewußtseinswandel, wird ihre Zahl weiterhin stark wachsen.

Aber mal eine andere Frage:

Ist in der Welt derer, die ausschließlich am kurzfristigen Eigennutzen interessiert sind, alles so einfach? Lohnt es sich wirklich im Strom der Angesehenen und der Beliebten mitzuschwimmen?

Solange alles gut läuft, klingt dieser Weg sehr verlockend. Man wird mit Geld, Beliebtheit und dem Ansehen bei den anderen belohnt.  

Es gibt aber auch gerade in unserer Zeit viele praktische Beispiele von Menschen, die von einem auf den anderen Tag, aus den unterschiedlichsten Gründen völlig in die Bedeutungslosigkeit und finanzielle Armut gezwungen wurden. 

Da sind die vielen hoch angesehenen Häuslebauer, die plötzlich in Geldnot kommen und ihre Hypotheken nicht mehr bezahlen können und dann alles verlieren, ihr Haus, ihr Ansehen und viele ihrer sogenannten Freunde. 

Da sind die vielen von Millionen angehimmelten Popstars, die plötzlich merken, daß die Fans, nicht sie mit ihrem wahren Wesen lieben, sondern das von ihren Managern produzierte Image.  

Nicht zu vergessen, der gut bezahlte und von seinen Aktionären gefeiert Manager, der sich plötzlich abgebrannt im Gefängnis wieder findet.

Die zahlreiche Bestätigung der anderen und unsere Beliebtheit, kann also kein sicheres Signal dafür sein, daß wir auf dem richtigen Weg sind!

Warum glaube ich, daß ich auf dem richtigen Weg bin? 

Ich habe meine Zeit und Lebensenergie frühzeitig dazu genutzt, um unsere wesentlichen gesellschaftlichen Probleme bzw. deren Ursachen zu erkennen und natürlich auch um den Lösungsweg zu finden, mit dem diese Ursachen beseitigt werden können.

Die Bequemen und Mutlosen dagegen nutzen ihre Zeit und Lebensenergie größtenteils dazu, um ihre Illusionen und Selbstlügen aufrecht zu erhalten. 

Wer dient seinem Wohl und dem Allgemeinwohl besser ? 

Wer sorgt dafür, dass wir langfristig gut leben können ? Die Lebensunternehmer oder die Bequemen und Mutlosen ?

Ich setze mich jedenfalls weiterhin aktiv dafür ein, das meine Lösung auch realisiert wird. Wenn sich viele auf den Weg zum Lebensunternehmer machen, können wir vielleicht eine schlimme Katastrophe verhindern.

Aber selbst wenn es zu der grossen Katastrophe kommen sollte, so habe ich doch die in eine gute Zukunft führenden Ziele gefunden und auch den Weg dorthin. 

Aus diesem Grunde würde auch die Zeit nach einer möglichen, unabwendbaren Katastrophe ein innerlicher Gewinn für mich und alle anderen Lebensunternehmer sein. 

Wir wissen, dass wir alles in unserer Macht Stehende getan haben und können jetzt das so aufgebaute, hohe Selbstwertgefühl genießen. Jetzt wird unser langfristiges Denken, der unerschütterliche Glaube an die nur gedanklich bestehende Alternative zum alten System und die Ausdauer, die zuvor ignoriert und belächelt wurde, reichlich belohnt. 

Das Gute an meiner Lösung ist, daß sich jeder sofort daran beteiligen kann und dann meine gerade beschriebenen Erfahrungen und Erkenntnisse mit mir teilen kann. 

Jeder kann sich also auf seine ganz individuelle Weise beteiligen und keiner kann uns daran hindern, nur wir selbst!

 

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Warum leben heute noch sehr Wenige ihr ganz eigenes Leben, obwohl sie es eigentlich schon könnten ?

Zum schnellen Einstieg in die wesentlichen Inhalte des Artikels kann das nachfolgende Video dienen:

Es ist alles da, was wir für ein gutes Leben brauchen …

Wer sein ganz eigenes Leben lebt, also seinem ureigenen Sinn folgt und seinen ganz eigenen Weg geht, dem wird seine ganz eigene Lebensvision klar werden, der wird nach und nach seine ganz eigenen Vorstellungen entwickeln und wird sich auch mutig und tatkräftig dafür einsetzen, daß seine Vision Wirklichkeit wird.

Offensichtlich hat die Natur diesen Weg für alle Menschen vorgesehen, weil sie jeden von uns Menschen mit einem großen Gehirn ausgestattet hat, mit dem wir, wenn wir es zulassen, frei und flexibel denken können. 

Außerdem hat jeder seine ganz eigenen Neigungen, Grundcharaktereigenschaften und Fähigkeiten seine ganz eigene Lebensvision.

Nicht nur das.

Auch haben wir hochentwickelten Industriegesellschaften uns innerhalb der letzten 300 Jahre eine Umgebung geschaffen, die es uns ermöglicht, unseren ganz eigenen Weg zu gehen.

Wir haben durch die gezielte Erkundung und Anwendung der Naturgesetze, innerhalb einiger Jahrhunderte Maschinen geschaffen, die uns von vielen Pflicht- und Routinearbeiten befreien und die uns die freie Zeit geben um unser ganz eigenes Leben zu leben. 

Diese Maschinen geben uns die Freiheit daß zu tun, was wir wirklich wollen!

Auf jeden Fall aber müssen wir nicht mehr ständig Dinge tun, die wir eigentlich nicht wollen.

Freiheit bedeutet dabei:

  • wir können weitestgehend frei über unsere Lebenszeit und Lebensenergie verfügen
  • wir können im Einklang mit der Natur leben
  • wir sind innerlich zufrieden, mit dem was wir tun
  • wir erleben das Leben wirklich, wir können also unsere eigenen Fähigkeiten, Neigungen, die Kreativität (Phantasie) und die Gefühle bestmöglich ausleben
  • wir können Sinn, Freude und Wohlgefühle aus unseren Lebens- und Lernaufgaben schöpfen
  • wir haben ausreichend Geld zum Leben und auch für die Realisierung unserer Ideen
  • wir können uns mit unserer eigenen Stimme an den gesellschaftlichen Entscheidungen beteiligen

Viele von uns müssen längst nicht mehr in der Industrie arbeiten, entweder weil es nicht mehr notwendig ist oder eben weil Maschinen die betreffenden Aufgaben kostengünstiger und zuverlässiger erledigen als wir Menschen das können. Viele Spezialaufgaben können überhaupt nur von den hochentwickelten Maschinen gelöst werden, etwa eine Oberfläche im Nanometer-Bereich planeben schleifen.

Darüber hinaus haben wir das Internet, das uns die technische Grundlage dafür gibt, um eine Gesellschaft aufzubauen, wo wir uns selbst, weitestgehend ohne Staat, Banken und Konzerne organisieren können. Es braucht dazu nur Menschen, die bereit sind die volle Verantwortung für ihr eigenes Leben und für die Gesellschaft zu übernehmen.

Alles ist da!

und

Das alles hört sich sehr gut an. Es klingt wie die frohe Botschaft von einem wirklich guten Leben!

Eigentlich müssten sich doch viele, der von der Lohnarbeit befreiten Menschen, schon längst auf den Weg machen, um dieses gute Leben selbst zu leben, oder etwa nicht ?

Ich habe viel darüber nachgedacht und bin auf folgenden Schluss gekommen:

Sehr viele Menschen möchten einfach und gut leben!

unbedingt …

Das bestätigt mir auch meine Lebenserfahrung und das überall sichtbare Ergebnis dieser Art zu denken.

Erfolg der Mittelschicht

 

was bedeutet gut leben für viele Menschen …

Gut leben bedeutet für viele Menschen mit ihrer Familie in einem schönen Haus wohnen, einen schönen Garten haben, ein schönes Auto fahren und sich seinen Jahresurlaub und all die anderen Dinge, die angesagt sind, leisten können.

… und möglichst viele Leute kennt, die das gute Leben auch bestätigen, also anerkennen und wertschätzen!

 

was bedeutet einfach leben für viele Menschen …

Kein Risiko. Für jede Minute Arbeit sicher das vorher vereinbarte Geld bekommen. Keine Kritik. Keine harte geistige oder körperliche Arbeit. Keine Veränderungen. Möglichst schnelle Anerkennung der eigenen Leistung. Keine Ablehnung von anderen. Keine Probleme. Nichts machen, wo etwas schief gehen kann. Keine Zweifel und sich schon gar nicht mit Zweifeln auseinandersetzen. Keine Ängste und sich schon gar nicht mit Ängsten auseinandersetzen. Kein Stress!

Ich frage mich nun sehr ernsthaft wie das Hauptziel dieser Menschen:

Ich will unbedingt einfach und gut leben!

mit dem von der Natur vorgesehenen Hauptziel:

Folge deinem ganz ureigenen Sinn und finde so deinen ganz eigenen Weg. Erkenne auf diesem Weg dein Lebensziel, indem du deinen Lebenstraum bzw. deine Lebensvision erkennst. Erfülle die Aufgaben und löse die anfallenden Probleme um deine Lebensvision zu realisieren und vor allem um persönlich zu wachsen und zu gedeihen.

übereinstimmt.

Eine kleine Anmerkung zum Thema Lebensvision!

Es können ganz einfache Lebensvisionen und damit verbundene Aufgaben sein. Es muss überhaupt nichts hochtrabendes sein. Beispielsweise können Millionen von Menschen gleichzeitig ihren Lebenstraum von einer gerechteren Gesellschaft leben, indem jeder auf seine ganz eigene Weise an dieser Gesellschaft arbeitet und sich aktiv und entschlossen für das was er gerecht findet einsetzt. Ich bin mir sicher die Gesellschaft wird dadurch wesentlich gerechter!

Natürlich kann Gerechtigkeit im Einzelfall sehr vielfältig empfunden werden, aber es gibt auch eine allgemeine Gerechtigkeit. Wer es nicht glaubt, der sollte mal Kinder beobachten. Die haben alle ein ziemlich einheitliches Gerechtigkeitsempfinden.

Ok, wie passt dieses offensichtlich von der Natur vorgesehene Ziel mit dem Hauptziel vieler Menschen zusammen ?

Ich meine damit vor allem, daß mit dem einfach leben.

Wie soll das gehen ? 

Wer seinem ureigenen Sinn folgt und seinen ganz eigenen Weg geht, der wird neben vielen schönen und aufbauenden Erlebnissen auch mit folgenden nicht einfachen Dingen konfrontiert:

Risiko, finanzielle Durststrecken, Kritik, harte geistige oder körperliche Arbeit und Veränderungen. Gar keine oder lange ausbleibende Anerkennung der eigenen Leistung. Von anderen abgelehnt werden. Es kann etwas schiefgehen. Sich mit Zweifel und Ängsten auseinandersetzen. Stress.

Einfach leben, ich denke daß ist eine vollkommene Illusion, die wir heute nur noch mit riesigen Staats- und Privatschulden und hohen Steuerbeiträgen, für immer weniger Menschen aufrecht erhalten können!

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Gut gelebt hat der, der sich gut versteckt hat – Ist das eine gute Lebensregel ?

Mein Opa hat sich, wie viele seiner Mitmenschen, an folgende sehr ähnliche Lebensregel gehalten:
"Schau dass du möglichst unauffällig lebst, also weder besonders gut, noch besonders schlecht bist – halte dich im Mittelfeld auf.

Diese Lebensregel hat ihm vor und nach dem 2. Weltkrieg geholfen und noch viel mehr in der Zeit des 2. Weltkrieges. 
Und weil das so war, wurde die Regel von vielen auch nach dem 2. Weltkrieg eingehalten und als wertvoll empfunden. So geht es einfacher, so ist das Leben angenehmer. Das hat sich tief eingegraben.

Kein Wunder, denn viele die sich nicht an die Regel gehalten haben und sich beispielsweise gegen das Nazi-Regime gestellt haben, wurden während des Krieges einfach in Arbeitslager gesteckt oder gleich ermordet.

kritisches Nachdenken über diese Regel

Wenn diese Regel von vielen Menschen eingehalten wird, dann können sich andere leicht über sie erheben und sich auf ihre Kosten bereichern und wenn sie nichts mehr geben können, dann können sie über straffe Hierarchien in Kriege gezwungen werden. 

Wären die meisten Menschen also nicht unauffällig, sondern würden sie selbstbestimmt denken und ihren eigenen Weg gehen, dann hätten es die, in den oberen Schichten der Hierarchien, wesentlich schwerer. 

Nicht zuletzt können sich selbstbestimmt denkende Menschen auch selbst organisieren. Das können die natürlich dann auch und gerade bevor Kriege beginnen. Die selbstbestimmt denkenden Menschen würden die Signale erkennen und das auch zulassen.

Die würden sich dann  organisieren u. gemeinsam sagen: "Wir möchten keinen Krieg, wir haben eine bessere Lösung!", dann würde es wohl keine Kriege mehr geben.

Dann hätte mein Opa und viele Millionen andere Menschen nicht diesen furchtbaren Krieg erleben müssen. Diese Kriegsgeneration hätte sich nicht ihr ganzes Leben lang – Tag für Tag – mit den immer wieder hochkommenden Erlebnissen des Krieges auseinandersetzen müssen.

Warum halten sich dennoch viele an diese Regel?

Weil sie nicht tiefgründig reflektieren und deshalb nicht auf die eben kurz beschriebene Erkenntnis kommen.

Das Problem ist, daß auch andere schwer Zugang zu diesen Menschen bekommen.

All das Kritische und Widersprüchliche wird verdrängt und man sieht es so, wie es einem am einfachsten erscheint. Man konstruiert so seine eigenen, falschen Wahrheiten, die darauf beruhen, möglichst wenig Energie zum Nachdenken aufzuwenden.

Auch mein Opa hat es so gemacht und wenn ich ihm meine Erfahrungen und Erkenntnisse mitgeteilt hätte, so hätte er entweder gar nicht zugehört oder das Gesprächsthema gewechselt, weil er es so einfach nicht sehen hätte wollen. Es wäre einfach zu mühsam gewesen.

Was kann man daraus lernen ?

Ist es wirklich eine so kluge Lebensregel, das möglichst unauffällig leben, sich verstecken und das vor allem in schwierigen Zeiten ?

Die Antwort überlasse ich euch 🙂

10 sehr wichtige Lebensfragen und mögliche Antworten dazu

wichtige Lebensfragen

 

 

 

 

Die nachfolgenden in Fettschrift geschriebenen wichtige Lebensfragen habe ich im Internet gefunden und zusammengetragen. Ganz spontan habe ich mich dazu entschlossen, diese Fragen für mich kurz und prägnant zu beantworten.

 

Was ist schlimmer, etwas nicht zu schaffen, oder es nie zu probieren?

Ja, du hast es wenigstens probiert – ernsthaft, mit voller Kraft und konsequent!!!
Das ist das, was mir durch den Kopf schiesst, wenn mich andere Leute ignorieren und ablehnen, weil ich das tue, was im Grunde jeder von uns tun sollte … sich über unsere gemeinsame, möglichst gute Zukunft, Gedanken machen …
Es muss nicht öffentlich sein, aber zumindest für sich selbst sollte das jeder tiefgründig tun … schon alleine für die eigene Persönlichkeitsbildung!

Wenn alle die du kennst morgen sterben würden, wen würdest du besuchen?

Zuerst meine Frau und meinen Sohn … 

Wenn die Freude eine Währung wäre, welche Arbeit würde dich reich machen?

Genau die, die ich mache …

Wenn du nur 40 Jahre zu leben hättest, was würdest du in deinem nächsten Leben anders machen?

Nichts, da sich ja das eine aus dem anderen ergibt …

Wenn alles gesagt und getan ist, hast du dann mehr gesagt ?

eindeutig viel mehr getan

Was ist diese eine Sache, die du am liebsten an dieser Welt ändern würdest?

genau die, die ich auf meiner Startseite auf "Onlinetechniker.de" beschreibe

Wofür bist du dankbar in deinem Leben?

für meine Gesundheit und meine Lebenskraft und -lust, 
für meine Kindheit, die ich weitestgehend selbstbestimmt und selbstorganisiert 
erleben durfte
und daß ich mit meiner Frau zusammengeführt wurde 
und mit ihr einen gesunden und lebhaften Sohn habe

Was ist deine schönste Kindheitserinnerung und was macht sie so besonders?

die Naturwanderungen am Bach entlang und in die kleinen Wälder in der Nähe von unserem
Dorf, häufig nahm ich noch den Schäferhundmischling aus der Nachbarschaft mit – das
Besondere war es die Natur zu spüren

und Skifahren, Schlittenfahren und Fußballspielen mit anderen, besonders gut war es dann
wenn möglichst viele voller Begeisterung mitgemacht haben, das Besondere war es zu gewinnen,
also am weitesten zu springen, am schnellsten zu fahren, die meisten Tore zu schießen …

Was ist diese eine Sache, die du gerne tun würdest und was hält dich davon ab sie zu tun?

genau die, die ich auf meiner Startseite auf "Onlinetechniker.de" beschreibe und mich hält nichts
davon ab es zu tun, ausser eine schwere Krankheit oder der Tod

Machst du dir mehr Gedanken darüber eine Sache richtig zu machen, oder die richtige Sache zu machen?

beides und das sehr intensiv und es geht nicht um eine Sache, sondern um die Sache

Wenn du einem neu geborenen Kind einen einzigen Rat geben könntest, welcher wäre das?

Mach das was du liebst, also was dir Sinn, Freude und Wohlgefühle gibt und beteilige dich an den Entscheidungen im
Rahmen einer direkten Demokratie und im Rahmen von demokratischen Netzwerken!

Wenn dein Herz dir sagt tu das, dann tu es! Geh deinen ganz eigenen Weg, hör
auf deine ganz eigene Wahrnehmung. Hinterfrage, die abweichenden Erwartungen anderer, bedingungslos. 

Lasse dich nicht von Geld, der Ablehnung und Ignoranz anderer, der Bestätigung anderer (Lob), 
guten Noten, Titeln, Orden und menschlichen Ehrungen aller Art beeinflussen und lenken.
Folge deinem Herzen und tu das was dein Herz dir sagt, auch dann, wenn alle anderen dir sagen, tu es nicht.
Du wirst es immer an deinem ganz eigenen Lebensgefühl merken ob du das Richtige tust!

 

 

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Die goldene Regel – praktisch angewendet

In diesem Artikel geht es darum tiefer in die Kerninhalte der goldenen Regel einzusteigen. Das Ganze soll im Rahmen eines aus dem Leben gegriffenen Gesprächs geschehen. Indem Gespräch geht es um die unterschiedlichen Ansichten des Lebensunternehmers Martin und der pflichtbewussten Anja.

Martin lebt seine Vision, aus der sich seine jeweiligen Lebens- und Lernaufgaben ganz automatisch ergeben. Nur wenn er diese Aufgaben erfüllt, kommt er mit der Realisierung seiner Vision vorwärts.

Anja arbeitet brav und pflichtbewusst als Angestellte in einem größeren Unternehmen. Ihre Aufgaben erhält sie von ihrem Vorgesetzten und dieser bewertet auch ob die Aufgabe gut erfüllt wurde.

Steigen wir nun ein in dieses interessante Gespräch …

„In der Regel bin ich schon bestrebt, andere Menschen zu achten und zu respektieren.“

„Offensichtlich nicht immer, Martin“! In Anjas Stimme schwingt ein etwas vorwurfsvoller Unterton mit.

„Bei dir ist das wirklich nicht so gemeint. Ich achte und respektiere dich sehr und das trotz unserer teilweise sehr unterschiedlichen Sichtweisen“, versichert Martin.

„Gilt das auch für die anderen ?“ fragt Anja

„Ja sicher. Ich achte alle Menschen, die die goldene Regel einhalten, also: „Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem anderen zu“.

„Was meinst du denn damit genau ?“, fragt Anja nach.

„Na ja, ich finde, jeder soll ernten, was er sät. Jeder soll so behandelt werden, wie er andere behandelt!

Wer z. B. Waffen herstellt und verkauft, die andere Menschen verstümmeln oder töten, der soll sich auch mit den Folgen seines Tuns auseinandersetzen müssen“, entgegnet Martin überzeugt.

„Diejenigen, die mit Waffenhandel ihr Geld verdienen, egal ob als Aktionär eines Rüstungsunternehmens, als Mitarbeiter eines solchen Unternehmens oder sonst etwas, sollen mit den Opfern ihrer Waffen über Monate unter einem Dach leben und diese verköstigen müssen.

Ich würde diese Leute mit Hilfe eines Dolmetschers für mindestens 1 Jahr mit den Leidensgeschichten der Betroffenen konfrontieren. Sie sollen ganz genau erfahren, wie die Waffen, die sie hergestellt und verkauft haben, andere Menschen verletzt und verstümmelt haben. Wie sie ihre Kinder und Familienangehörigen verloren haben und was das im Einzelnen bedeutet.“

„Das wäre nur gerecht und sehr lehrreich für die Täter“, nickt Anja nachdenklich.

„Aber ist es nicht so, daß die Leute, die Waffen herstellen und verkaufen, heute noch die Privilegierten unseres Systems sind? Sie verdienen Geld mit dem Elend ihrer Mitmenschen und es interessiert kaum jemanden, vor allem nicht die vielen Gleichgültigen. Was meinst du Martin ?

„Ja, da kann ich dir nur voll und ganz zustimmen, Anja.

Mir geht es ja dabei nicht vorrangig um Vergeltung, sondern um Gerechtigkeit. Diejenigen, die mit Waffen ihr schmutziges Geld verdienen, sollen auch die volle Verantwortung dafür tragen müssen.

Vor allem aber sollen sie zwingend daraus ihre Lehren ziehen müssen, so dass sie ihr schmutziges Geschäft nicht weiter betreiben.

Dazu sollen sie über viele Monate ganz genau sehen und fühlen müssen, was sie anrichten und ihre Einnahmen sollten vollständig in die Wiedergutmachung, der von ihnen angerichteten Schäden fließen.
Ich stell mir das immer wieder mit allen Details, in meinem Kopfkino vor, quasi als Gebet, das in Erfüllung gehen soll …Findest du das übertrieben, Anja ?“

„Nein, du wünscht Dir nur Gerechtigkeit und das mit aller Kraft. Bekräftigt Anja.

„Jetzt sind wir schon mindestens 2, die sich das wünschen“, lacht Martin.

Und ich sage dir: „Es muss sich wirklich eine Menge ändern, wenn sich die Welt zum Positiven hin weiterentwickeln soll“.
“Jedem muß eindeutig klar werden, was es bedeutet, Verantwortung für sein Denken, Entscheiden und Handeln zu tragen.

Wir wenden die goldene Regel übrigens auch bei der Erziehung unseres Sohnes an. Wir versuchen alles aus der Perspektive dieser Regel zu erklären. Also, beispielsweise wenn unser Franz eine Katze haut, dann sagen wir ihm, ob ihm das gefallen würde, wenn die Katze ihn einfach so kratzen würde oder wenn er uns ins Wort fällt, fallen wir ihm ins Wort und sagen, nachdem er sich darüber beschwert hat: "Siehst du, so geht es auch uns, wenn du uns nicht zu Ende reden lässt".

„Ja, so ungefähr machen wir das auch, leider funktioniert es häufig nicht, weil unsere Kleine das schnell wieder vergißt oder oft auch nicht wirklich versteht“, wirft Anja ein.

„Tja, Anja, das ist bei uns auch so, aber die Kindererziehung ist ja keine Sache von Monaten, sondern zeigt ihre Wirkung über das konsequente Anwenden dieser goldenen Regel über viele, viele Jahre.

Die goldene Regel besagt, daß wir genau das ernten, was wir säen und daß wir voll und ganz verantwortlich sind für das, was wir tun.

Wir können die goldene Regel also sehr gut nutzen, um unser Leben und das der anderen ganz gezielt zu beeinflussen, und das nicht nur bei der Erziehung unserer Kinder.

Diese Regel besagt nämlich, daß andere uns so behandeln, wie wir sie behandeln oder anders formuliert: Behandle andere so, wie du selbst von den anderen behandelt werden willst.“ Beide schweigen einen Moment und sehen sich dabei tief in die Augen.

„Wenn ich zum Beispiel möchte daß mir der andere möglichst viel Freiheit lässt, dann muss ich ihm das vorleben“, beginnt Martin das Gespräch wieder.

„Ich lasse dem anderen alle Möglichkeiten, daß er sich möglichst frei entfalten kann. Ich beurteile und bewerte ihn nicht aus meiner Perspektive, also mit meinen Erfahrungen und Erkenntnissen, sondern versuche, es aus seiner Sicht zu verstehen. Falls ich dazu nicht die Zeit und die Energie aufbringen kann, dann lasse ich die Bewertungen und Verurteilungen.

Dabei halte ich mich an folgende Regel: „Ich verurteile den anderen nicht für das, was er tut, sondern beobachte langfristig, ob das, was er denkt, entscheidet und tut, ihn glücklich macht.“

„Das klingt sehr vernünftig, Martin“, entgegnet Anja. „Wobei du das oft gar nicht so genau erkennen kannst, da ja viele so tun, als ob alles in bester Ordnung wäre, obwohl es innen drin ganz anders aussieht. Häufig gerade deswegen, damit andere eben nicht merken, was wirklich los ist. Man vermeidet so unangenehme Rechtfertigungen und man verhindert, daß die Gerüchteküche angeheizt wird.“

„Oh, jetzt hast du mich kalt erwischt und bringst mich in Verlegenheit“, antwortet Martin etwas überrumpelt. „Danke Anja, für dieses wertvolle Feedback. Darüber muß ich in einer ruhigen Minute noch einmal genau nachdenken. Aber halten wir fest: Eine besonders wichtige Erkenntnis der goldenen Regel ist, daß wir ernten, was wir säen.“

„Wir ernten, was wir säen, sagst du. Ich säe Gutes und ernte dann auch Gutes oder wie soll ich das verstehen ?“

„Ja, so in etwa“, bestätigt Martin.

„Da kann ich dir ein exzellentes Gegenbeispiel liefern“, entgegnet Anja. So möchte ich beispielsweise, daß sich meine Mutter das Rauchen abgewöhnt, weil sie häufig darüber klagt, daß ihr schon bei kurzen Strecken die Puste ausgeht. Auch jammert sie über die allmorgentlichen Hustattacken und den Gestank, den die mit kaltem Rauch durchsetzten Tapeten abgeben.

Ich habe mich also über Wochen schlau gemacht, wie man das Rauchen aufhören kann und meiner Mutter verschiedene Lösungen beschrieben, aber anstatt daß sie dankbar dafür ist, winkt sie ab und will nichts davon hören. Mach ich dann weiter, dann kommt es häufig zu heftigen Auseinandersetzungen. Ich ernte also Streit und Undank, obwohl ich nur um die Gesundheit meiner Mutter ernsthaft besorgt bin und ihr helfen will.“

„Oh ja, da kann ich ein Lied davon singen, Anja“, bestätigt Martin seufzend. „Es scheint wirklich so zu sein, dass die Leute gerne jammern und sich als Opfer sehen möchten. Ja, sie scheinen sich regelrecht mit Energie aufzuladen, während sie ihren Ballast bei den anderen abladen.

Das, was wir aus unserer Sicht gut finden, muß bei anderen nicht unbedingt gut ankommen. Natürlich ist es gut, wenn du deine Mutter dazu anregst, dass sie das Rauchen aufhört. Für deine Mutter bedeutet das aber, dass sie eine sehr schwere Aufgabe zu lösen hat, je nach der Tiefe der psychischen Abhängigkeit.

Was du also vorschlägst, wird ihr zumindest eine Zeit lang das Leben erheblich schwerer machen und ob es hinterher wirklich besser ist, kann deine Mutter nur beurteilen, wenn sie es dann auch geschafft hat.

Mir geht es da ähnlich wie dir, Anja. Ich meine es wirklich gut, wenn ich andere dazu anrege, sich mehr für ihre Freiheit einzusetzen und für ihre Entscheidungen und Handlungen die volle Verantwortung zu übernehmen.“

„Wie meinst du das genau“, will Anja nun neugierig wissen.

„Jeder hat ganz bestimmte Lebens- und Lernaufgaben und nur wenn er sich diesen Aufgaben stellt, kann er sich bestmöglich weiterentwickeln und sein Meisterwerk hier auf Erden vollenden“, erklärt Martin.

„Klingt sehr philosophisch, verstehe ich nicht. Was soll jemand tun, der sich für seine Freiheit tatkräftig einsetzt ?“

Martin überlegt kurz. „Ich setze mich für meine Freiheit ein, wenn ich meinem Herzen folge, also meine Träume und Visionen lebe.“

„Was sind denn Träume ? Jetzt sag bloß nicht, eine Traumvilla, ein Neuseeland-Trip oder ein Ferrari Testarossa“, meint Anja etwas skeptisch.

„Nein, natürlich nicht“, versichert Martin und stellt klar:“Das sind Wünsche. Ein Traum oder ein Vision ist ein Teil von dir und ermöglicht es dir, über dich hinauszuwachsen. Der Traum füllt dein Leben mit Sinn und hält dein Selbstwertgefühl immer auf sehr hohem Niveau und vor allem: er macht dich einzigartig. Wer einzigartig ist, hat keine Konkurrenten, gegen die er sich im Wettbewerb durchsetzen muss. Wer seinen Traum bzw. seine Vision lebt, der verfolgt seine eigenen Ziele.“

„Ok, aber muss ich das denn ?“ Anja klingt nicht überzeugt. „Wenn ich als Angestellter in einer Firma arbeite, dann verfolge ich die Ziele des jeweiligen Unternehmers bzw. Vorgesetzten. Mein Ziel dagegen ist es Geld zu verdienen, mit dem ich meine Rechnungen bezahlen kann. Indem ich durch meine Arbeit Geld verdiene, bin ich unabhängig von Investoren und Sponsoren, die ja erst mal in meinen Traum investieren müssen.

„Wirklich ?,“ hakt Martin ein. Bist du nicht auch von der Gunst deines Arbeitgebers abhängig ?

Ja, schon aber die Arbeitsbeziehung läuft wesentlich anonymer ab, als die mit den Investoren. Die musst du ja von einer Vision, Lösung oder nenn es wie du willst, überzeugen. Die sehen deine Vision aber nicht mit deinem Herzen, sondern die wollen ja sich ihre Investition finanziell lohnt.

Ja, da hast du wohl recht, Anja. Das ist schon ein schwieriges Thema. Aber lassen wir das.

Was ich am Angestelltenleben auch noch sehr vorteilhaft finde, ist, dass ich mir auch schnell einen anderen Arbeitsplatz suchen kann. Das kannst du nicht. Du kannst nicht einfach deinen fest mit dir verbundenen Traum bzw. die mit dir in die Welt gekommene Vision austauschen. Anja lacht.

Und wieder hast du den Nagel auf den Kopf getroffen, Anja.

Siehst du, Martin und genau deshalb bin ich froh, dass ich als Angestellter arbeiten kann. Außerdem habe ich keinen Traum. Ich will einfach meine Pflicht erfüllen, damit meinen Lebensunterhalt verdienen und für meine privaten Hobbies, nutze ich die wenige freie Zeit die mir bleibt.

Ich bekomme als Angestellter ein festes Gehalt, das pünktlich zum Ende des Monats auf dem Konto landet. Ich kann also genau planen und vor allem immer meine Rechnungen pünktlich bezahlen. Auch habe ich klare Anweisungen, was ich wann zu erledigen habe. Und wenn ich ehrlich bin, ist es schon ein gutes Gefühl, wenn man nicht zuviel Verantwortung tragen muss.

Ich kann also meine Rechnungen bezahlen, während derjenige, der seine Vision lebt, zwar maximale Freiheit hat, aber nicht selten erst einmal finanzielle Durststrecken überwinden muß. Auch hat er entsprechende Verantwortung zu tragen und muß sich vor allem um sehr viele Dinge selbst kümmern.

Da wundert es mich nicht, wenn viele Menschen eben nicht diese Art von Freiheit haben möchten und im Beruf die Fremdbestimmung bevorzugen.

… und wenn man ganz ehrlich ist, gibt man die Bequemlichkeit auch zu.

Warum soll ich mir Verantwortung, finanzielle Durststrecken und all das aufladen, wenn ich nicht muß ? Das Leben ist kurz, deshalb möchte ich es nicht auf dem Trampelpfad verbringen, sondern lieber auf der Autobahn.

Wenn ich meine Pflicht erfülle, kann ich meine Freizeit genießen, mir einiges finanziell erlauben und eine Portion Freiheit hab ich ja auch, zumindest in unserer Gesellschaft. Wenn ich das mit dem Leben vor 50, 60 Jahren vergleiche – ein Paradies (wenn ich es mir nicht schlecht rede oder schlecht reden lasse!!) und perfekt wird das Leben nie sein.
Meinen Traum, wenn ich so was habe und brauche, kann ich auch in der Freizeit leben“, ist sich Anja sicher.

„Kannst du nicht, Anja, weil du dazu einen freien Kopf brauchst“, widerspricht Martin entschieden. „So ein Traum nimmt sehr viel von deiner Zeit und Energie in Anspruch. Du kannst nicht auf 2 Hochzeiten tanzen. Du musst dich schon entscheiden und dir klare Ziele setzen.“

„Dann lass ich das mit dem Traum und lass lieber andere ihre Träume leben. Wenn Leute was großes umsetzen wollen und dafür diese anfänglichen Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen und dann tatsächlich erfolgreich sind, kann man sie nur bewundern und ihnen das, was sie dann haben, auch ehrlich gönnen, aber das kann man doch nicht von jedem Menschen verlangen“, entgegnet Anja.

„Martin, mit deinem Engagement für die Freiheit holst du die Leute aus der Komfortzone und nicht nur das, du machst ihnen Angst. Mir jedenfalls sehr. Ich käme mir verloren vor, wenn ich diese von dir so gelobte Freiheit leben müsste.“

„Andererseits, ist ein Umdenken bei uns in der Gesellschaft zwingend notwendig, Anja.“

Martins Stimme klingt jetzt sehr eindringlich. „Wir haben derzeit sehr viele Menschen, die als Angestellte arbeiten möchten, aber viel zu wenig Arbeitsplätze, zumindest solche, die auf natürlichem Wege genügend Einkommen erzielen. Da es aber offensichtlich sehr viele Menschen gibt, die es mit der Freiheit so ähnlich sehen wie du, Anja, werden viele dieser gefragten Angestellten-Arbeitsplätze auf Biegen und Brechen erhalten.

Es gäbe diese sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze nicht mehr, wenn nicht enorme Steuermittel und Kredite fließen würden. Ich denke da an viele staatlichen Institutionen, die sich weitestgehend mit sich selbst beschäftigen, aber auch viele Großunternehmen sind davon betroffen. Großunternehmen an denen wieder die Arbeitsplätze vieler kleiner und mittelständischer Betriebe dranhängen.

Die Politiker sammeln Wählerstimmen, indem sie versprechen, dass sie  sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze schaffen bzw. erhalten!

Diese künstlich geschaffenen Arbeitsplätze sind auch ein wesentlicher Grund für die hohen Staatsschulden, die wir haben. Ganz Europa hat sich so einen Wirtschaftsaufschwung auf Pump finanziert. Sogar Kriege werden für die sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze geführt. So wird zum einen mit der Waffenherstellung und zum anderen mit dem Wiederaufbau nach der Zerstörung die Grundlage für viele Arbeitsplätze, etwa in der Rüstungsindustrie geschaffen. Schau mal nach Syrien, den Irak oder ganz nah bei uns, in die Ukraine!“

„Glaubst du wirklich, dass es nur daran liegt, Martin“

„Und ob“, entgegnet dieser. „Ich bin davon überzeugt, dass das von dir beschriebene Denken und Handeln ein wesentlicher Grund für unsere großen gesellschaftlichen Probleme ist.

Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern durch die komplizierten wirtschaftlichen Verflechtungen, sind alle Völker auf dieser Welt, von den genannten Problemen betroffen.

Wenn die überwiegende Mehrheit bestimmte Werte und Gewohnheiten lebt, hat das auch einen sehr großen Einfluß auf die anderen. Diese Mehrheit bestimmt letztendlich das Schicksal der ganzen Gesellschaft und damit auch das Schicksal des Einzelnen, der Teil dieser Gesellschaft ist. Diese Werte und Gewohnheiten können wir der Einfachheit halber in dein und mein Lebenskonzept unterteilen. Meins ist das des Lebensunternehmers und deins das des Pflichtmenschen bzw. Befehlsempfängers.

„Was ist denn der wesentlichste Unterschied zwischen diesen beiden Lebenskonzepten ?“, fragt Anja.

„Pflichtmenschen werden von außen, durch entsprechende Geld- und Gruppenzwänge, dazu angeregt, etwas zu tun“, erklärt Martin. „Sie tun etwas, wenn sie dafür Geld verdienen können und/oder wenn es soziale Anerkennung gibt und/oder wenn sie schlicht und ergreifend vom Schicksal dazu gezwungen werden, zu handeln. Pflichtmenschen arbeiten für die Träume und Ziele anderer. Diese Menschen folgen einfach ihrem anerzogenen Pflichtgefühl.

Lebensunternehmer dagegen werden von innen angeregt, etwas zu tun. Sie tun die Dinge aus sich selbst heraus und folgen ihrer Intuition. Sie folgen ihren Visionen und Träumen, die vom Herzen kommen.“

Anja schaut etwas zweifelnd und meint: „Ja, in dem Pflichtmenschen kann ich mich erkennen. Mein Pflichtgefühl ist schon sehr ausgeprägt. Mir geistern da viele dieser Aufgaben durch den Kopf, die erledigt werden müssen, und ein beruhigendes Gefühl bzw. eine gewisse Zufriedenheit stellt sich bei mir erst dann ein, wenn ich diese Aufgaben erledigt habe. Ich könnte meine Freizeit nicht genießen, wenn ich meine Pflichten nicht erfüllt habe. Es ist wirklich so, dass die Pflichtaufgaben meinen Alltag und meine Grundstimmung sehr wesentlich bestimmen.

Viele dieser Pflicht- und Routinearbeiten werden ja mittlerweile von Maschinen erledigt. Ich denke da gerade an die Waschmaschine, in die ihr Frauen heute nur noch die Wäsche reintun müsst und die dann das eingestellte Waschprogramm abarbeitet.
Früher mussten die Frauen viele Stunden am Waschbrett verbringen. Die Maschinen tragen also wesentlich dazu bei, dass der Anteil der Pflicht- und Routinearbeiten immer geringer wird.

Ja, da hast du wohl recht, Martin. Die Maschinen nehmen uns die Arbeit weg.

Wirklich ? Ich sehe das anders. Die Maschinen befreien uns von Arbeit, wenn wir bereit sind umzudenken, also unsere Werte und Gewohnheiten kritisch zu hinterfragen.

Die Maschinen sind unsere modernen Sklaven, die viele notwendige, aber lästige Pflicht- und Routinearbeiten für uns erledigen und uns so die Freiheit geben, unsere Lebenszeit sinnvoller zu nutzen, etwa um unsere Visionen und Träume zu leben.

„Ok, so kann man es auch sehen, wenn man es will“, sagt Anja. Ich will es nicht, weil es mir sehr unangenehm erscheint. Ich könnte da auf Dinge kommen, die ich besser nicht wissen will.

Mal ein andere Frage: Was meinst du eigentlich mit: „Die Dinge aus sich selber heraus tun ?“

„Na, ganz einfach, mir braucht keiner zu sagen, was ich tun soll. Ich lebe meine Vision und die bestimmt mein Leben bzw. meine tagtäglichen Lebens- und Lernaufgaben, die ich zu erfüllen habe, wenn ich mit der Realisierung meiner Vision vorwärtskommen will. Ich weiß also immer aus mir selbst heraus, was ich zu tun habe, beim „Wie“ hilft mir häufig das Internet bzw. die Menschen, die dort ihre Inhalte gezielt auffindbar veröffentlichen.

Ein sehr bekanntes Beispiel für einen Menschen, der ebenfalls aus sich selbst heraus gehandelt hat, war Henry Dunant (* 8. Mai 1828 in Genf; † 30. Oktober 1910 in Heiden). Der sah, wie viele Millionen seiner Mitmenschen auch, das große Leid auf den vielen Schlachtfeldern, hat sich aber im Gegensatz zu seinen wegschauenden Mitmenschen, ganz aus sich selbst heraus eine Lösung überlegt, um dieses Leid zu lindern. Durch seinen Mut und seine Tatkraft, die er über viele Jahrzehnte entschlossen und beharrlich in seine Lösung investierte, entstand im Laufe vieler Jahrzehnte das, was wir heute als "Rotes Kreuz" kennen.“

„Aber das, was Henry Dunant und du da machst, das ist edel und edle Menschen gibt es nicht viele. Die meisten sind an ihrem unmittelbaren und kurzfristigen Nutzen interessiert. Alles was langfristig ist und viel Zeit und Energie braucht, bis es dann (vielleicht) mal einen Nutzen bringt, interessiert die meisten nicht die Bohne“, bedauert Anja.

„Diese Leute würden deine Vision bzw. deinen Lösungsvorschlag im besten Fall als Spinnerei abtun, wahrscheinlich aber würden sie dich einfach ignorieren. Natürlich schaffst du dir so auch Feinde. Ich denke da an die vielen Neider, die nur kritisieren können, aber keine Lösungen finden oder diejenigen, die deine Lösung nicht verstehen oder missverstehen.“

„Da hast du wohl recht, Anja. Die Möglichkeiten meiner Lösung werden noch nicht richtig erkannt und eingeschätzt.

Auch ist mir klar, daß das, was ich denke und tue, sowohl Gutes als auch Unangenehmes bei meinen Mitmenschen bewirkt, das dann auch wieder auf mich zurückfällt, also mich entweder behindert oder unterstützt.

Ich setze mich aktiv für die Freiheit jedes Kreativen (Einzelerfinder, Visionäre, freie Denker, …) ein. Ich helfe diesen Menschen, voranzukommen und hoffe, daß die das mit der Zeit erkennen und anerkennen und mich dann in vielfältiger Weise unterstützen.

Gleichzeitig aber ziehe ich den Unmut vieler Bedenkenträger und Neider auf mich. Leute also, die keine Änderungen und Vorbilder wünschen. Die versuchen mich auf vielfältige Weise zu demotivieren.

Die einen ignorieren meine Anfragen, die anderen nutzen die elektronischen Möglichkeiten um mir die Geschäfte zu vermasseln oder schreiben mir demotivierende Mails.

Aber diese Leute gehen von sich aus und denken dass sie mich damit demotivieren können. Das geht aber nicht, weil das Feuer von innen brennt und deshalb von aussen nicht gelöscht werden kann. Nur Krankheit oder ein finanzieller Engpass kann mich stoppen.

Wie ist es eigentlich mit dir ? Würdest du mich denn unterstützen oder eher behindern ? „ will Martin konkret wissen.

„Behindern, Martin weder noch. Ich will ein normales und ruhiges Leben führen. Ich will keine Träume leben, sondern meine sichere Geldverdienstquelle behalten, solange es irgendwie geht. Nur das, mehr nicht. Ok, ich würde dir natürlich helfen, weil ich dich als Mensch gut finde, aber nur deshalb, nicht weil ich deine Idee unterstützen will.

„Schade, dass du es so siehst, Anja“, bedauert Martin.

„Ich setze mich übrigens auch aktiv dafür ein, daß jeder für seine Entscheidungen und Handlungen, die volle Verantwortung trägt.

Würdest du mich denn dabei unterstützen ?

„Nicht wirklich, weil ich eben nicht gerne Entscheidungen treffe und auch nur soviel Verantwortung übernehmen möchte, wie zwingend sein muss“, gibt Anja offen zu.

Da es offensichtlich vielen Menschen so geht wie dir, liebe Anja, finde ich trotz des guten und vernünftigen Gedankens, keine echten Unterstützer.

Viel mehr werde ich von vielen Menschen abgelehnt, die heute noch ihre Verantwortung sehr gerne auf andere abwälzen und das so gut wie möglich kaschieren.

Das ist eben der Preis, den wir dafür bezahlen, wenn wir uns dafür entscheiden, das Gute nicht nur zu fordern, sondern auch zu tun! Andererseits zahlen gerade in unseren Zeiten, auch sehr viele Leute einen hohen Preis dafür, daß sie sich nicht für ihre Freiheit einsetzen und keine Verantwortung für ihr Leben und die Gesellschaft übernehmen und stattdessen nur passiv zuschauen, wie um sie herum viele Ungerechtigkeiten passieren.

Dieses passive Zuschauen, sei es aus Angst oder aus Bequemlichkeit, ist wie ein zentraler Angriff auf das Selbstwertgefühl. Dazu kommt bei vielen noch, dass sie nicht das tun, wofür sie eigentlich auf die Welt gekommen sind.

Ganz banal gesagt, wollen viele ein Schaf sein, weil man damit Geld verdienen und seine Rechnungen bezahlen kann, obwohl sie zum Adler geboren sind. Wer seine Begabungen, Leidenschaften, Werte und seine ganz besonderen Einsichten nicht ausleben kann, der kann auch kein gesundes Selbstwertgefühl aufbauen. Wer sich selber wertlos fühlt, der kann keine Lebensfreude mehr empfinden.

Daß damit viele Menschen nicht mehr klar kommen, zeigt die Tatsache, daß heute viel mehr Menschen durch Selbstmord sterben, als durch Kriegsverletzungen und das, obwohl zur Zeit sehr viele Kriege weltweit stattfinden. Kürzlich las ich in einem Artikel der Welt-online, daß sich weltweit alle 40 Sekunden ein Mensch das Leben nimmt. Wie verzweifelt muss derjenige sein?“

Anja nickt betroffen und beide schweigen eine Weile.

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Was ist der Unterschied zwischen Wissen und Verstehen ?

Wie oft hört man den Satz: Wissen tu ich es ja, aber ich kann es einfach nicht umsetzen. Warum ist das so?

Um vom bloßen wissen, zum verstehen zu gelangen, brauchen wir praktische Erfahrungen und den aufrichtigen Willen, aus diesen Erfahrungen durch Nachdenken, konstruktive Erkenntnisse zu gewinnen. 

Der freie Denker, lässt alle sich stellenden Fragen zu und sucht nach Antworten, die er dann mit seinen vielfältigen Erfahrungen in Zusammenhang bringt. Auf diesem Wege dringt er oft zum Kern vor und macht sich so sein Wissen verständlich. 

Der mit den herrschenden Erziehungsmethoden, konditionierte Mensch, dagegen schmettert zahlreiche Fragen ab, probiert vieles erst gar nicht aus und kann so auch nicht die vielen wertvollen Erfahrungen sammeln. Erfahrungen, die jeder Mensch, der sich im Rahmen seiner ganz eigenen Lebens- und Lernaufgaben weiterentwickeln kann, auf ganz natürlich Weise sammelt. 

Leider werden noch viele Menschen bei uns in der Gesellschaft an ihrer weiteren Entwicklung gehindert.

Viele Menschen, können aus folgenden Gründen (noch) nicht ihren ganz eigenen Weg gehen:

  • die vielen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze die künstlich mit Steuern und Krediten finanziert werden und die sie so sehr beschäftigen, daß für sie selbst wenig Zeit bleibt
  • die herrschenden Erziehungsmethoden, die die Menschen am freien Denken hindern
  • die vielen unsinnigen und vor allem unnötigen Konkurrenzkämpfe, denen viele Menschen tagtäglich in den vielen Millionen künstlich geschaffenen Arbeitsplätzen ausgesetzt sind
  • unsere überbürokratisierte und damit komplizierte Lebensumgebung mit allerlei unnötigen Pflichten
  • die vielfältigen Ablenkungen durch zahlreiche Unterhaltungsangebote (Reality-Shows, Doku-Soaps, Spielfilme, Kinofilme, Computerspiele, …)

Das sind wesentliche Gründe warum sich viele in unserer Gesellschaft noch nicht optimal weiterentwickeln können und so bei vielen Dingen an der Oberfläche bleiben, anstatt zum Kern vorzudringen, um so aus ihrem Wissen, tiefes Verstehen zu machen.

Der Vergleich mit einem Skifahrer verdeutlicht das. Der mutige Skifahrer, kann viel mehr unterschiedliche Erfahrungen sammeln, darüber konstruktiv nachdenken und seine Fähigkeiten auf diesem Wege immer weiter ausbauen, während der weniger mutige Skifahrer, viele Erfahrungen erst gar nicht machen kann z. B. Tiefschneefahren, Skirennen oder Kunstsprünge. In dem er Dinge tun kann, zu denen der andere nicht den Mut hat, sammelt er Erfahrungen und Erkenntnisse, die der andere, wegen seiner Grenzen, die er sich selbst setzt, nicht machen kann. Jetzt kann man gut verstehen, warum es Welten sind, die zwischen einem sehr guten und einem gutem Skifahrer liegen. 

Dieses Skifahrerbeispiel zeigt auch sehr schön, daß es ohne entsprechende Erfahrungen nicht gelingen kann, auf den Gipfel des Berges zu steigen und so den Überblick zu bekommen. Ohne die entsprechenden Erfahrungen, ist es nicht möglich, vollständig zu verstehen und das Verstandene deshalb auch zu tun bzw. tagtäglich zu leben. Beim Skifahrer wird das noch viel deutlicher, man sieht sofort den Unterschied, weil der sehr gute Skifahrer auch im Tiefschnee und im unwegsamen Gelände sehr sicher fährt, während der gute Skifahrer hier enorme Schwierigkeiten haben wird und man das am vorsichtigen Fahrstil sofort erkennen wird. 

Der Mut ist die Ursache dafür, daß wir vielfältige Erfahrungen sammeln können. Die Tatkraft und die Ausdauer ermöglichen es uns schließlich, die Erfahrungen konstruktiv zu verarbeiten und so zum Kern vorzudringen, also unser Wissen zu verstehen. 

Wollen wir also eine Welt, in der jeder sein Bestes geben kann, weil er seinen ganz eigenen Weg geht, so müssen wir den Menschen eine Umgebung schaffen, die ihnen Mut macht und ihre Tatkraft fördert.

Jetzt fehlt nur noch der Glaube an die eigenen Fähigkeiten und der Glaube daran, daß wir so eine artgerechte Umgebung für Menschen gemeinsam aufbauen können 🙂

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Woran erkennt man Menschen, die ihre Lebensaufgabe gefunden haben ?

das persönliche Glück

Ganz grundlegend daran, daß sie innerlich sehr zufrieden sind, mit dem was sie tun.

Wie äußert sich das ? Es äußert sich vor allem in einer nach außen hin kaum wahrnehmbaren, inneren Stabilität, weil Menschen, die das tun, was sie wirklich lieben, aus ihrer inneren Kraftquelle schöpfen können.

Es ist ein sehr schönes Gefühl wenn wir wissen, warum wir geboren wurden, welchen Auftrag wir hier auf Erden haben. Wer seine Aufgabe gefunden hat, der steht jeden Tag gerne auf, macht sein Ding und geht abends mit einem guten Gefühl ins Bett. 

Ich denke das ist einer der wichtigsten Merkmale, das Menschen die tun, was sie lieben, nicht mit Geld oder durch das menschliche Gruppenverhalten dazu gezwungen werden müssen zu arbeiten. Sie tun das aus sich selbst heraus ohne fremde Anleitung. Diese Menschen müssen nicht von außen dazu angeregt werden, über ihr liebstes Thema (ihre Aufgabe) nachzudenken, sie tun es den ganzen Tag aus einem inneren Bedürfnis heraus. Sie tun das, was sie tun einfach gerne und stehen deshalb morgens gerne auf, weil sie eben aus sich selbst heraus vorankommen möchten, sie möchten ihr selbst gewähltes Ziel erreichen und sie wissen was sie dafür tun müssen. Man muss diese Menschen nicht mit Stempeluhren, Hartz IV oder dem Verlust des guten Rufs bei den Arbeitskollegen zur Arbeitsmoral zwingen. Weil sie das tun, was ihnen am Herzen liegt, würde es ihnen reichen, wenn sie soviel Geld verdienen würden, das sie davon leben können. Gäbe es ein Grundeinkommen, das ihren Lebensunterhalt finanziert, so würden sie auch für sehr wenig Geld oder sogar im Notfall kostenlos arbeiten.

Das steht im absoluten Gegensatz zu vielen Lohn- und Pflichtarbeitern, die ohne Bezahlung keinen Finger rühren würden.

Das eigennützige, aufs pure Geldverdienen gerichtete Denken, tritt umso mehr in den Hintergrund, je mehr ein Mensch das macht, wo er wirklich Sinn drin sieht, was ihm wirklich am Herzen liegt. Menschen die ihren Bereich gefunden haben, richten ihr Denken und Handeln fast automatisch an ihrem Selbstwohl und auch am Allgemeinwohl aus. Sie bekommen deshalb ein feines Gefühl dafür, was sie tun müssen, daß sie sich selbst und auch daß sich ihre Mitmenschen wohlfühlen.

Das ein Mensch seine Aufgabe gefunden hat, merkt man aber auch daran, daß er mit negativen und frustrierenden Tageserlebnissen umgehen kann, weil er insgesamt weiß worum es geht und deshalb fähig ist solche Erlebnisse konstruktiv zu verarbeiten. Tage an denen es nicht so gut läuft, deprimieren ihn, aber er weiss sicher das bald wieder bessere Tage kommen. Es ist einfach das Gesamtgefühl, eben das man weiß, daß man in seinem Bereich (die Schnittmenge aus Begabungen, Leidenschaften, Werten, Charakterstärken, Gesundheit, Erfahrungen, Erkenntnisse) das Bestmögliche leistet.

Coaching: Lebensunternehmer werden

Wie gesagt immer langfristig gesehen. Denn auch Menschen die ihre Aufgabe gefunden haben, machen Fehler und gehen Irrwege, nur sie sind, wie bereits gesagt, fähig diese Fehler und Irrwege konstruktiv für die Zukunft zu nutzen, anstatt sie auszublenden oder gar daran zu zerbrechen.

Es ist also nicht so, daß Menschen die ihre Lebensaufgabe ausführen, nach außen hin den ganzen Tag gelassen und zufrieden wirken oder gar mit einem Dauerlächeln herumlaufen. Es ist weniger nach außen hin sichtbar, sondern spielt sich viel im Inneren eines Menschen ab.

Nicht zuletzt sind die allzu Lustigen, bis auf einige wenige echte Frohnaturen, häufig gar nicht so lustig, wie viele denken mögen. Ich denke dabei an den traurigen Clown. Es ist erwiesen das gerade viele Clowns hinter ihrer lustigen Fassade, ein sehr trauriges Dasein führen. Auch im tagtäglichen Leben ist es oft so, daß gerade sehr traurige Leute nach außen hin lustig und vergnügt tun, keine Party auslassen, aber wenn sie dann zur Ruhe kommen, von ihrer inneren Leere ergriffen, sehr traurig und unzufrieden sind. Diesen Menschen kann nur empfohlen werden, sich auf den Weg zu machen um Ihre ganz eigene Aufgabe zu finden.

 

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Was besitzt die größte Macht über uns ?

Viele werden wohl Situationen kennen, in denen sie etwas gesagt haben, das sie eigentlich nicht sagen wollen oder etwas getan haben, was sie eigentlich nicht tun wollten. Man sagt dann der Betreffende war außer sich oder auch "er hat seine Beherrschung verloren". Wo aber war der Mensch zu diesem Zeitpunkt bzw. wer hat ihn zu diesem Zeitpunkt beherrscht ? Anscheinend ist da etwas in uns, das uns zumindest für eine mehr oder weniger kurze Zeit fremdbestimmt bzw. die Selbstbestimmung nimmt.

In diesem Artikel möchte ich nun anhand eines konkreten Beispiels beschreiben wie schmerzliche Erfahrungen mit denen wir uns nicht konstruktiv auseinandersetzen Ängste und Zweifel hinterlassen können, die uns wirksam daran hindern, wichtige und für unser Leben gute Wege einzuschlagen. Diese Ängste und Zweifel haben die größtmögliche Macht und Kontrolle über unser Leben ohne das es uns richtig bewusst ist. 

die schmerzliche Erfahrung und wie sie gespeichert wird …

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Den vollständigen Artikel gibt es als eBook. 

Leseprobe
(PDF) 

Was besitzt die grösste Macht über uns ?

Wie schmerzliche Erfahrungen mit denen wir uns nicht konstruktiv auseinandersetzen Ängste und Zweifel  hinterlassen können, die uns wirksam daran hindern, wichtige  und für unser Leben gute Wege einzuschlagen.

Veröffentlicht am 14.11.2014

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Warum sollten wir aufhören uns Menschen auf eine intelligente Maschine zu reduzieren ?

Lassen wir doch den langfristig gesehen, sinnlosen Kampf, den Menschen ihren Eigensinn auszutreiben. Anstatt unsere Kräfte in diesem Kampf sinnlos zu vergeuden, sollten wir uns lieber fragen, was im Sinne der Natur ist, denn alle Kräfte, die wir gegen die Natur richten, richten wir letztendlich gegen uns selbst, da wir Teil der Natur sind. Die Lehrkräfte, die sich in diesem Kampf besonders engagieren, müssen häufig mit 50 schon in Frühpension gehen. Nicht zuletzt ist der Lehrberuf, der mit der höchsten Frühpensionärsquote.

Sehen wir uns doch endlich als das, was wir wirklich sind, nämlich von der Natur geschaffene Wesen mit dem Ziel, unsere naturgegebene Aufgabe zu finden und zu erfüllen und hören wir endlich damit auf, den Menschen auf eine intelligente Maschine zu reduzieren, die wir mit Hilfe entsprechender Erziehungs- und Ausbildungsmethoden auf die Erfüllung einer von oben herab bestimmten Aufgabe hin programmieren können.

… oder wie es Gotthold Ephraim Lessing (1727 – 1781) in dem Schriftwerk "Die Erziehung des Menschengeschlechts" formuliert:

Erziehung gibt dem Menschen nichts, was er nicht auch aus sich selbst haben könnte: sie gibt ihm das, was er aus sich selber haben könnte, nur geschwinder und leichter.

Lessing meinte damit wohl, daß Eltern und Lehrkräfte den jungen Menschen zwar dabei unterstützen können, seine naturgegebene Aufgabe zu finden, nicht aber daß sie den Menschen so erziehen können, daß er in einem von ihnen (nicht von der Natur) vorgegebenen Bereich Großartiges leisten kann. Besondere Begabungen bzw. Talente können nicht anerzogen werden, sie werden wie die Grundgesundheit und der Grundcharakter bereits in die Gene gelegt – allerdings nicht in fertiger Form, sondern nur in Gestalt entwicklungsfähiger Anlagen.

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Auch die ureigenen Visionen und Lebensträume eines Menschen können nicht von außen (von den Eltern) in einen Menschen hineingelegt werden – viel mehr müssen die Eltern, durch eine entsprechende Erziehung, die Grundlagen dafür schaffen, daß der junge Mensch seine Vision bzw. seinen Lebenstraum später als Erwachsener erfüllen will und kann. Ganz anders verhält es sich mit weiteren Wesensmerkmalen (Leidenschaften, Charakterstärken u. -schwächen, …) eines Menschen, beispielsweise mit den Werten. Diese können sehr wohl durch Erziehung beeinflusst werden.

 

 

Erkenntnis

Der Mensch findet einem natürlichen Mechanismus zufolge den Weg zu sich selbst und damit zu seiner Lebensaufgabe, wenn man ihm den dazu notwendigen Handlungsspielraum läßt und ihm eine individuelle und konstruktive Hilfestellung gibt, wenn er diese benötigt.

Die Lebensaufgabe ist eine geniale Erfindung der Natur, die verhindert, daß ein Mensch in der Flut der Möglichkeiten, die unser modernes Leben bietet, ertrinkt. Wer seine Begabungen, Leidenschaften, Charakterstärken und -schwächen, Werte und seinen natürlichen Gesundheitszustand kennt, für den schränken sich die Möglichkeiten der Aufgaben, die er mit Freude und kompetent ausführen kann, sehr stark ein.

Den notwendigen Handlungsspielraum bekam ich, indem ich meine Arbeitsstelle als Dipl. Ing. kündigte und vom gegängelten Lohnarbeiter zum freien Unternehmer wurde. Die individuelle und konstruktive Hilfestellung bei Bedarf war bei mir der freie Zugang zum Internet.

Grundsätzlich kann man dem Menschen durch eine entsprechende (autoritäre) Erziehung/Ausbildung den Weg zu seiner Lebensaufgabe auch verbauen bzw. den eben genannten natürlichen Mechanismus aushebeln. Im Zusammenhang mit unserem Bildungssystem ist mir jedenfalls klar geworden, daß selbst Menschen, die von der Natur mit einer hohen Intelligenz und einem ausgezeichneten Gedächtnis ausgestattet wurden, ganz einfach durch eine entsprechende Erziehung und Ausbildung in einen bestimmten Rahmen, der durch das jeweilige politische und wirtschaftliche System vorgegeben wird, gepresst werden können. Die ernstgemeinten Anfeindungen der anderen gegenüber dem, der versucht, aus dem von einer Minderheit vorgegebenen Rahmen auszubrechen, tun dann ihr übriges.

Wie sollen Menschen, die nur über sehr kleine Erfahrungswelten verfügen und deshalb voller Ängste und Zweifel sind und nicht an sich und ihre Fähigkeiten glauben, sich auch ernsthaft gegen diese Anfeindungen zur Wehr setzen ? Wie sollen Menschen mit sehr kleinen Erfahrungswelten die wahre Bedeutung dieser Anfeindungen beurteilen können ?

Hinweis
Die Erfahrungswelt ist die Summe aller Erfahrungen eines Menschen. Diese Welt ist bei jenen Menschen besonders arm und lebensfremd, die in ihrem Leben immer das gleiche tun, beispielsweise ein Leben lang als Beamter oder Angestellter stur nach den Vorgaben von oben beim Staat arbeiten, und bei den Menschen besonders vielfältig und damit wertvoll, die immer wieder neue Dinge ausprobieren. 
Besonders wertvoll wird eine umfassende und vielfältige Erfahrungswelt, wenn es darum geht, selbständig schwierige Lebenssituationen zu meistern. Wer hier auf eine Schatztruhe zurückgreifen kann, die gefüllt ist mit den unterschiedlichsten Erfahrungen, hat sich die optimale Grundlage geschaffen, um sich immer wieder von neuem flexibel auf die entsprechenden Anforderungen der jeweiligen Situation einstellen zu können.

Wie sollen Menschen, denen von Kindesbeinen an, von den Eltern und ihrem näheren Umfeld (Verwandte, Freunde, gute Bekannte, Lehrer, Arbeitskollegen,…) in vielfältigster Weise vorgegeben wurde, was sie tun dürfen und was sie lassen müssen, wissen, was wahre Freiheit ist und wie sollen Menschen mit so wenig Handlungsspielraum vielfältige Erfahrungen sammeln können ?

Wie sollen Menschen, denen das kritische Fragen von den Eltern und ihrem näheren Umfeld abgewöhnt wurde, aus eigenem Antrieb heraus ihre wesentlichen Probleme erkennen (wollen) ?